Kunstgespräch

 

Yongchul Kim im Gespräch mit Kasia Lorenc

Kasia Lorenc: In Deinen Arbeiten verschmelzen Menschen und Tiere, das Erwachsensein vermischt sich mit der kindlichen Haltung, das Medium selbst, die Malerei trifft auf die aktuelle Politik und Gesellschaft. Es sind vorwiegend Mittel- und Großformate, die in satter Farbgebung und gestenreich wirkenden Grobheit eine Komposition ergeben. Wie entscheidest Du über Themen und Motive?

Yongchul Kim: Bevor ich die Motive und Themen meiner Arbeit vorstelle, möchte ich erzählen, was die Hauptmotivation meiner Kunst ist. Die Malerei und die Kunst im Allgemeinen sind für mich eine Möglichkeit, mit der Gesellschaft und der Welt zu kommunizieren. Ich glaube, dass die Kunst eine Rolle spielen kann, die sich positiv auf die Gemeinschaft und die Außenwelt auswirkt, indem sie ihr zum Beispiel eine neue Perspektive gibt, die Realität widerspiegelt oder ein Thema zur Diskussion stellt. Das Wichtigste für mich ist, dass die Kunst mir die Möglichkeit gibt, über mich selbst nachzudenken. Die Themen und Motive meiner Arbeiten entscheide ich grundsätzlich danach, was mich gerade interessiert und was ich zum Ausdruck bringen möchte. Am Anfang waren die meisten meiner Arbeiten von politischen Themen geprägt. Doch dann sah ich zufällig mein Gesicht, das sich auf der Wasseroberfläche spiegelte, und daraus entstand eine Idee, oder besser gesagt eine Überlegung: Was bin ich? Die Reflexion im Wasser zeigte mir zehn Nasen, fünf Augen und drei Münder oder manchmal auch überhaupt keine Gesichtszüge. Daraufhin habe ich mir die Frage gestellt, was die eigene Existenz ist. Die meisten meiner Arbeiten sind dadurch motiviert und werden zu einem Prozess der Darstellung meiner Gedanken.

»Yongchul Kim. Blinder Fleck«, Kunsthalle Gevelsberg, 2022. Foto: Kevin Krautgartner
»Yongchul Kim. Blinder Fleck«, Kunsthalle Gevelsberg, 2022. Foto: Kevin Krautgartner

KL: Du bist 1982 geboren und hast in Gwangju und von 2014 bis 2020 in Stuttgart, wo Du aktuell lebst, studiert. Zu deiner Person konnte ich nachlesen: „Yongchul Kim beschäftigt sich in seinen Werken mit der Frage nach dem Ursprung der menschlichen Existenz und der eigenen Identität sowie mit den Einflüssen der Gesellschaft auf den Einzelnen“. Du verleihst deinen Protagonisten aber nicht nur eine visuelle Realität, sondern zeigst auch malerisch den Prozess der Identitätsfindung (mal vermeintlich abgeschlossen, mal bröckelnd…) mit deutlich sichtbaren Farblappen und rauen Farbfetzen. Welche Rolle spielt dabei deine eigene Migration, die nun fast zehn Jahre zurückliegt?

YK: Manchmal frage ich mich, was die Themen meiner Arbeit sein würden, wenn ich in Korea geblieben wäre. Seitdem ich in Deutschland lebe, gelte ich hier als „Ausländer“ oder „Fremder“. Aufgrund dieser Zuschreibung frage ich mich oft, wo mein Platz in der Gesellschaft ist, wie sie mich beeinflusst, usw. Aber es ist klar, dass mir erst das Leben in Deutschland die Möglichkeit gegeben hat, über mich selbst nachzudenken und bestimmte Dinge zu erkennen.

»Yongchul Kim. Blinder Fleck«, Kunsthalle Gevelsberg, 2022. Foto: Kevin Krautgartner
»Yongchul Kim. Blinder Fleck«, Kunsthalle Gevelsberg, 2022. Foto: Kevin Krautgartner

KL: Farblich gesehen findet in Deinen Werke eine Umkehrung, eine gewisse Rotation statt: während üblicherweise die Kindheit und das Heranwachsen der jungen Männer mit optimistischer Fröhlichkeit und Heiterkeit assoziiert werden, sind Deine Figuren und das Geschehen um sie herum düster, ihre physische Präsenz nicht kontrastreich hervorgehoben und in Grautönen angelegt. Dagegen protzen die mutmaßlichen Machthaber mit klaren Linien und einen direkten Blick auf die Betrachter*innen, mit viel Farbe und Wucht, allerdings aber recht karikaturistisch und völkisch. Wie entwirfst Du formal Deine Figuren?

YK: Bevor ich male, überlege ich mir ein Thema. Dann „zeichne“ ich in meinem Kopf, was ich auf dem Bild darstellen will, und überlege, welche Figuren oder Gegenstände dies ausdrücken können. Alle Objekte, die in den Bildern auftauchen, spielen ihre eigene Rolle. In der Komposition versuche ich, sie harmonisch und thematisch miteinander zu verbinden. Ein Beispiel ist die Arbeit „Floating“. Das Werk ist von der Situation der Geflüchteten im Mittelmeer angeregt worden. Ich habe versucht, die Grausamkeit und Gefahr durch Farbe und metaphorischen Ausdruck abzubilden, wie durch das Rot unter der Wasseroberfläche, das an Feuer erinnert.

»Yongchul Kim. Blinder Fleck«, Kunsthalle Gevelsberg, 2022. Foto: Kevin Krautgartner
»Yongchul Kim. Blinder Fleck«, Kunsthalle Gevelsberg, 2022. Foto: Kevin Krautgartner

KL: Als blinder Fleck (titelgebend für unsere Ausstellung) werden umgangssprachlich die Teile des Selbst oder des Egos bezeichnet, die von einer Person nicht erkannt werden. Der metaphorisch verwendete Begriff erstreckt sich auf das, was anderen durchaus bekannt ist, und das, was man aber selbst nicht wahrnimmt. Jede Leinwand ist eine erzählerische und emotionale Reise, mit einem Vorher und Nachher, eine Wanderung (!) zu unseren eigenen Wahrnehmungsmustern und zu der Frage, was Realität eigentlich ist und was die Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung ausmacht. Siehst du dich selbst als einen allwissenden Geschichtenerzähler?

YK: Nein, natürlich nicht. Aber ich möchte tatsächlich mit meinen Bildern etwas erzählen. Die meisten meiner Arbeiten entstehen mit einer Skizze im Kopf und sind geplant. Aber hin und wieder entsteht meine Malerei auch durch einen ungeplanten Ausdruck, was mir auch gefällt. Im ungeplanten Gestalten löse ich mich von meinen Gedanken und bekomme ein Gefühl, das mich einlädt, mit großen Pinselstreichen auf der Leinwand zu tanzen. Doch manchmal komme ich so auch zu unzufriedenen Ergebnissen. Es lässt sich nicht so leicht erklären, was hier der Unterschied zwischen dem Gedanklichen und dem Ausgedrückten ist. Aber ich würde sagen, dass der Gedanke so etwas wie die Planung dessen ist, was ich erzählen möchte. Und der Ausdruck ist sozusagen die Konsequenz. Ich denke, es kann eine Aufgabe meiner Kunst sein, beides harmonisch zu verbinden. Aber ich würde sagen, dass dieser Unterschied auch eine Art von Kunst ist. Auf jeden Fall versuche ich, meine Erfahrungen oder Wahrnehmungen in den Werken zu vermitteln.

»Yongchul Kim. Blinder Fleck«, Kunsthalle Gevelsberg, 2022. Foto: Kevin Krautgartner
»Yongchul Kim. Blinder Fleck«, Kunsthalle Gevelsberg, 2022. Foto: Kevin Krautgartner

KL: Deine Malerei bezieht sich auf bestimmte Momente und Personen und strebt eine gesellschaftskritische Wirkung an. Sie ermöglicht eine intensive und vertiefte Beschäftigung mit dem Zeitgeschehen. Sie folgt einer strategischen und selektiven Aneignung. Thematische Resonanz findet sich auch in der malerischen Herangehensweise: ein wiederkehrendes Motiv ist die Mirage auf der Oberfläche, die Spiegelung des Mondlichts auf dem Wasser. Die horizontale Wasser-Maserung bleibt jedoch immer leer und trüb. Welche Hoffnung siehst Du für Dich selbst in der Auseinandersetzung mit Deiner Malerei und was erwartest Du von den Besuchenden?

YK: Wie eingangs erwähnt, hoffe ich, dass meine Arbeit eine positive Rolle für die Gesellschaft spielen kann, und es wäre erfreulich, wenn dadurch bestimmte Themen in den Mittelpunkt gerückt und neue Perspektiven aufgezeigt werden. Im besten Fall bekommen die Besuchenden so eine Möglichkeit, über sich selbst nachzudenken, wer sie sind, woher sie kommen, wohin sie gehen. Aber an sich, bin ich eigentlich frei davon, was die Beobachter über meine Arbeit denken.


Ulrike Theusner im Gespräch mit Kasia Lorenc

Kasia Lorenc: Liebe Ulrike, als wir die Ausstellung konzipiert haben, war es uns wichtig, die Vielfalt deiner Techniken und teilweise auch wiederkehrende Motive zu präsentieren. So haben wir uns auch entschieden, die Arbeiten nach Werkgruppen zu zeigen, wie die jüngste 12-teilige Monotypie-Serie Concierto de esqueletos aus dem Jahr 2021/2022, nach Techniken, wie die monochromen Kaltnadelradierungen im Kubus, und nach Themen, mit dem Schwerpunkt auf die Einzelporträts im zweiten Stock. Erzähle uns bitte, wann und wie du entscheidest, welche Arbeiten als Solitär und welche als Werkreihe angelegt werden und welche Technik und Größe passend ist?

Ulrike Theusner: Oft verbindet die einzelnen Arbeiten ein übergeordnetes Thema, so dass sich daraus eine Serie entwickelt, deren Umfang allerdings erst im Laufe des Arbeitsprozesses deutlich wird. Bei den aktuell entstandenen und für unsere Ausstellung titelgebenden „Kapriolen“, handelt es sich beispielweise um mehrere Tusche-Aquarelle zum Thema „Weird feelings“ (dt. Seltsame Gefühle), die in ihrem skizzenhaften und tagebuchartigen Charakter innere Zustände und Gefühle des Unbehagens darstellen. Die Serie ist noch nicht abgeschlossen und wird kontinuierlich fortgeführt, die ersten 24 Arbeiten sind in der Ausstellung zu sehen. Während es sich dabei um kleine Formate handelt, die das Gefühl einer Notiz, eines Einfalls, einer Kapriole vermitteln sollen, ist bei einigen Arbeiten das Großformat wichtig, um den Inhalt zu transportieren und so nah wie möglich erfahrbar zu machen. Die mehrteilige Tuschearbeit „Die Parade“ zeigt einen Karnevalsumzug mit unheimlichen Fratzen und Gesichtern, die auf die Betrachtenden zumarschieren und sie unmittelbar ins Geschehen ziehen. Deshalb habe ich für diese Arbeit eine Höhe von über zwei Metern ausgewählt, ebenso wie bei der Tuschezeichnung „The arduous crossing to Miami Beach“ (dt. Die beschwerliche Überfahrt nach Miami Beach), die sich auf Géricaults Gemälde „Das Floß der Medusa“ bezieht. Die Betrachtenden sollen das Gefühl bekommen, in das chaotische Geschehen direkt involviert zu sein. Die Großformate sind Einzelarbeiten, die sich jedoch oft aus einer vorangegangen seriellen Arbeit ergeben. Sie evozieren ein besonderes Raumgefühl, während die kleineren Formate das Gefühl von Intimität verstärken. Beide wirken unmittelbar und direkt und so entscheide ich je nach Motiv, welche Größe am besten geeignet ist, den Inhalt zu vermitteln. Dabei probiere ich viele verschiedene Techniken, Formate und Medien aus, immer ausgehend von einer ersten Bleistiftskizze aus meinem Skizzenbuch.

»Ulrike Theusner. Kapriolen« Kunsthalle Gevelsberg 2022. Foto: Kevin Krautgartner
»Ulrike Theusner. Kapriolen« Kunsthalle Gevelsberg 2022. Foto: Kevin Krautgartner

KL: In einer Rezension in der „Weltkunst“ wurdest du als eine Künstlerin beschrieben, „die ihren Bezug zur Kunstgeschichte nicht verleugnet“. Die Werke sind skurril, schräg und unangepasst wie die der belgischen Symbolisten; auch die Vergleiche zu Munch und Van Gogh liegen nahe. Welche Rolle spielen die kunstgeschichtlichen Referenzen?

UT: Tatsächlich waren die Vorexpressionisten als Wegbereiter der Moderne und der totalen Befreiung der Kunst von allen Vorgaben und Zwängen für mich sehr wegweisend, ebenso wie die gesellschaftskritische Kunst der Neuen Sachlichkeit, aber auch die Alten Meister, vor allem Goya und Rembrandt, deren druckgrafisches Werk ich während des Studiums viel studiert habe. Mich fasziniert auch die Klarheit der Spätklassik, der Eskapismus der Romantik, das Überbordende des Barock. Die Einflüsse sind vielfältig. Da ich mich viel mit Kunstgeschichte beschäftige und während meines Studiums oft vor Originalen in Museen geübt habe, bleiben gewisse Einflüsse nicht aus – und wo kann ich besser lernen als bei vorangegangen Meistern? Dabei korrespondiere ich zumeist mit jenen Künstlern, die meiner eigenen Herangehensweise, die sehr intuitiv und sinnlich ist, nahekommen. Einige Arbeiten beziehen sich auch direkt auf Werke der Kunstgeschichte, wie Hogarths Druckgrafikzyklus „A Rakes Progress“ (dt. Der Werdegang eines Wüstlings), der bereits Strawinsky zu einer Oper und David Hockney zu einer Grafikserie inspirierte. Mich leitete die Geschichte des Niedergangs eines reichen Kaufmannserben, der trotz aller Möglichkeiten sein Vermögen verspielt und schließlich im Irrenhaus landet, zu einer Serie von Ätzradierungen und Tuschezeichnungen.

»Ulrike Theusner. Kapriolen« Kunsthalle Gevelsberg 2022. Foto: Kevin Krautgartner
»Ulrike Theusner. Kapriolen« Kunsthalle Gevelsberg 2022. Foto: Kevin Krautgartner

KL: Masken, Selbstinszenierung, Parade und Pose. Beim Sichten deiner Werke muss ich unwillkürlich an das Theater denken. Die Werke gleichen einer rasanten Erzählung in einem grandios choreografierten Chaos. Wie entsteht das Performative, das Nicht-Statische?

UT: Das Leben als große Bühne zu betrachten, wohnt mir schon seit Kindheitstagen inne. Damals habe ich immer kleine Bühnen gebaut und Vorstellungen gegeben, ein ständiges Konzert tanzender Figuren lief in meinem Kopf ab. Das Spielerische in der Kunst beizubehalten, ist mir wichtig. Die Themen Karneval, Zirkus, Glücksspiel, Halbwelt-Bars und Gestalten der Nacht, bis hin zu tanzenden Dämonen, tauchen immer wieder auf. Es sind Zustände außerhalb des Normalen, am Rande der Gesellschaft und doch auch mittendrin – dabei spielen Masken in den Bildwelten immer wieder eine große Rolle, denn sie haben in ihrer Funktion als übergeordnetes Ich etwas sehr Urtümliches und Archaisches und enthüllen mehr, als sie verbergen. Es ist das Abgründige, das Unsichtbare, das im Dunkeln Liegende, das Reich der Gefühle, Triebe und Sehnsüchte, das Wahnsinnige, das Unerklärliche, das uns oft mit Angst erfüllt und dem wir uns hilflos ausgeliefert fühlen, da wir befürchten, die Kontrolle zu verlieren. Die Kunst schafft einen Zugang zu dieser Welt und macht das Unsagbare sichtbar. Sie hält uns jene Wege offen, die sonst verschlossen und selten betreten werden – wie in einem Theaterstück kann man in diese Welt eintauchen und gestärkt zurückkehren, um die Wirklichkeit vielleicht etwas anders zu betrachten.

»Ulrike Theusner. Kapriolen« Kunsthalle Gevelsberg 2022. Foto: Kevin Krautgartner
»Ulrike Theusner. Kapriolen« Kunsthalle Gevelsberg 2022. Foto: Kevin Krautgartner

KL: In einem Gespräch hast du die Wirkung der einzelnen Linie hervorgehoben. Die Linie – wie ein Faserbündel – hält alles zusammen. Zugleich muss sie manchmal der dominierenden Farbigkeit weichen. Diese Ambivalenzen und Dichotomien tauchen auch thematisch auf: die Protagonisten deiner Werke blicken die Betrachtenden sehr selbstbewusst an, sind aber nicht überheblich oder eingebildet, sie wirken eher verloren in dieser Welt. In süßlich-bunten Zeichnungen werden teilweise schaurige und unheimliche, obszöne und sexualisierte Geschichten erzählt. Verspieltheit und Lust treffen auf Schmerz und Leid. Vieles ist nicht eindeutig und das Gemüt schwankt. Woher kommt diese Überspannung?

UT: Das Ausstellungsmotiv beschreibt diesen wankelmütigen Zustand sehr gut: ein Engel tastet sich mit verbundenen Augen durch die Zeit. Darunter steht „Je ne sais pas quoi faire“ (dt. Ich weiß nicht was ich tun soll) in Anlehnung an Godards Film „Pierrot le Fou“. So scheinen auch die Protagonisten meiner Bilder auf der Suche nach Orientierung zu sein, erstarrt zwischen der Fülle an Möglichkeiten und einer inneren Leere. In dieser Ambivalenz baut sich eine Spannung auf, wie in den Porträts „Ilva“ und „Taylor“, zwei eigens für diese Ausstellung entstandenen Kaltnadelradierungen. Die beiden Porträtierten wirken zugleich interessiert und doch verschlossen, verloren zwischen der eigenen Überinszenierung und der Suche nach Authentizität, zwischen Fremdbestimmung und den eigenen wahren Bedürfnissen, neugierig und zurückhaltend in einer Welt, die ihnen offensteht und doch nur vermeintlich alle Möglichkeiten bietet. Die als selbstverständlich erachtete Sicherheit wird zunehmend in Frage gestellt angesichts der starken Probleme, die uns belasten und die bis hin zur Existenzgefährdung reichen. Die Kunst spiegelt die Stimmung der gesellschaftlichen Zustände wider. So sprechen die Porträts oft von Orientierungslosigkeit in Zeiten großer Unsicherheit. Doch aus der Lethargie erwächst allmählich die Bereitschaft zum Aufbruch und der Mut zur Veränderung, was sich in den Bildnissen auch wiederfindet.

»Ulrike Theusner. Kapriolen« Kunsthalle Gevelsberg 2022. Foto: Kevin Krautgartner
»Ulrike Theusner. Kapriolen« Kunsthalle Gevelsberg 2022. Foto: Kevin Krautgartner

KL: Die Arbeiten der Einzelausstellung „Kapriolen“, die zur Hälfte eine Leihgabe der Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin sind, zur Hälfte aus der Sammlung Hense stammen und durch zwei Arbeiten aus einer Kölner Privatsammlung ergänzt werden, stellen einen musealen Überblick von 2014 bis heute dar und sind noch bis Mitte Juni hier bei uns zu sehen. Den Abschluss bildet eine Finissage (am 19.6.), die zugleich der erste Geburtstag der Kunsthalle sein wird. Aber was steht 2022 sonst noch bei dir an?

UT: Im Juni werde ich mit der Galerie EIGEN + ART auf der Art Basel vertreten sein, kurz darauf folgt die von Andrea von Goetz initiierte Ausstellung „sommer.frische.kunst“ in Bad Gastein, die am 22. Juli eröffnet. Parallel findet eine Gruppenausstellung der VNG Art in Leipzig und im September im Kunstraum Bethanien in Berlin statt.