Corona-Blues

15. Mai – 23. August 2020

Die Corona-Pandemie der letzten Wochen hat unsere Gesellschaft tief erschüttert und durch strenge Sicherheitsvorschriften neu geordnet. Das öffentliche und kulturelle Leben wurde weitestgehend eingestellt. Dinge, die wir für selbstverständlich hielten, waren es plötzlich nicht mehr.

Quarantäne und soziale Isolation sensibilisierten für die großen und die kleinen Fragen des Lebens: Wie lebt es sich abgeschirmt, in Beziehungslosigkeit, Langeweile und Leere? Kann Einsamkeit heilen? Habe ich genug Toilettenpapier?

Reisen fielen aus, doch die Sehnsucht nicht. Was tun, wenn die Fremde nicht besucht werden kann, die Ferne nicht beehrt? Können reale Reisen durch mentale ersetzt werden? Wieviel Selbstbeschränkung erträgt der Mensch?

Mit der Ausstellung „Corona-Blues“ setzt die Kunsthalle Hense ein persönliches Statement zum aktuellen Zeitgeschehen und zeigt Themen wie soziale Isolation, Quarantäne, Verzicht, Melancholie und Fremdbestimmung in einer interdisziplinär ausgerichteten Schau.

Durch großzügige Leihgaben konnte die hauseigene Sammlung für die Dauer der Ausstellung um zahlreiche Werke ergänzt werden.

Künstlerliste (Auswahl)

Stephan Balkenhol
Birgit Brenner
Rudy Cremonini
Drahmann & Brautmeier
Tim Eitel
Yongchul Kim
Fabian Knecht
Hanna Nitsch
Dieter Nuhr
Justine Otto
Thorsten Passfeld
Römer+Römer
Penny Siopis
Cornelia Schleime
Henrik Schrat
Colin Snapp
Ulrike Theusner

Rudy Cremonini, The Battle, 2019, Öl auf Leinen, 130 x 150 cm,
Courtesy: Galerie Thomas Fuchs, Stuttgart