Die Kunsthalle Gevelsberg lädt zum Besuch der Ausstellung

„Dieter Nuhr – Digitale Malerei und Fotografie = Lichtbilder“ ein.

Ausstellungsdauer: 28.11.2021 bis 16.01.2022.

Öffnungszeiten: Sonntags 14.00 bis 18.00 Uhr (Änderungen vorbehalten) sowie nach Vereinbarung.

Die Ausstellungseröffnung findet am 28.11.2021 um 15.00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt. Auf Grund von Zugangsbeschränkungen und begrenzter Teilnehmerzahl bitten wir um vorherige Anmeldung unter info@hense.art .Für den Besuch gilt die »2-G-Regel«. Nur nachweislich geimpfte oder genesene Besucher haben Zutritt zur Ausstellung.

Dieter Nuhr ist multimedialer Künstler. Er ist im deutschsprachigen Kulturraum als Satiriker bekannt und Gastgeber eigener TV-Shows beim Ersten Deutschen Fernsehen. Nuhr arbeitet aber genauso intensiv als bildender Künstler. Zahlreiche internationale Ausstellungen in Galerien und Museen zeugen davon, dass seine bildnerische Arbeit rasant an Bedeutung gewinnt.

Nuhr hat Bildende Kunst an der Universität Essen, der ehemaligen Folkwangschule, studiert. Seine Arbeiten verstehen sich als Dokumente eines lebenslangen Unterwegsseins. Nuhrs Material, aus dem er seine Bilder schafft, sind Fotodaten, die er auf Reisen aufnimmt. Er begreift das Unterwegssein als Lebensraumerkundung, war auf allen Kontinenten und in fast hundert Ländern. Seine Bilder sind aber keine dokumentarischen Touristenfotos, sie stellen nicht exotische Reize in den Vordergrund, sondern zeigen die dem Vergessen ausgelieferte Erinnerung, die sich in malerischen Bildern neu erfindet.

Nuhrs Arbeiten zeigen nicht die objektive Oberfläche der Wirklichkeit, sondern das, was bleibt von dem, was wir gesehen haben. Wie in der Erinnerung verschwinden die Bilder und überlagern sich, zerfallen nach und nach im Arbeitsprozess aus Schichtung und Vermalung und bilden am Ende etwas Neues, was sich aus der Realität ableitet, aber nicht mit ihr identisch ist. Aus Fotografien werden Bilder, die der Künstler als Kompositionen parallel zur Realwelt versteht.

Nuhr sieht sich nicht als Fotograf, sondern eher als Maler, der zur Bilderstellung eine Kamera und digitale Daten nutzt. Seine Bilder sind malerisch in Komposition und Farbgebung. Matte Oberflächen, nicht hinter Glas, erzeugen ganz bewusst die Wirkung von Gemälden. Sie zeigen nicht Abgebildetes, sondern Geschaffenes, Bilder verschwindender Erinnerung.

In Nuhrs Arbeiten verschwimmen Zeiten und Räume. Oft ist in den Bildern nicht mehr zu erkennen, wann sie entstanden sind. Sie wirken überzeitlich, als versuchten sie, das Grundsätzliche im Konkreten zu zeigen. Nuhr sucht im Realen nach dem Essenziellen, immer im Bewusstsein, dass nicht das Einzelbild das Ziel der Arbeit ist, sondern der Sinn im Prozess der Bilderstellung selbst liegt, eine lebenslange Forschung – das Sich-ein-Bild-Machen als existentielle Aufgabe.

Nuhr versteht das Leben als künstlerisch forschenden Erkenntnisprozess ohne endgültiges Ergebnis. Während seine sprachliche Arbeit gekennzeichnet ist durch humoristische Weltverarbeitung, verzichtet seine bildnerische Tätigkeit auf Pointen und zeugt von tiefer Ernsthaftigkeit.

Gästebuch Kontakt
Wir bitten alle Besucherinnen und Besucher eine Schutzmaske zu tragen und einen Personen-Abstand von mindestens 1,5 m einzuhalten. Einlass ausschließlich unter Nachweis  der »2-G-Regel«.

Bei persönlichen Anliegen schreiben Sie bitte an info@hense.art

Künstler der Sammlung Hense

Die Sammlung Hense ist eine Privatsammlung zeitgenössischer Kunst. Mit großer Begeisterung für künstlerischen Mut und Eigenständigkeit und seinem erklärtermaßen subjektiven Blick auf die aktuelle Kunstszene, baut der Maschinenbauunternehmer Frank Hense seit über dreißig Jahren eine Kunstsammlung mit einem sehr persönlichen Profil auf.

Übergreifendes Merkmal der sehr unterschiedlichen künstlerischen Positionen sind vor allem figürlich-narrative Positionen in Malerei, Skulptur, Grafik, Foto-, Video- und Projektionsarbeiten. Die Sammlung umfasst Werkgruppen zumeist nationaler Künstler. In der Kunsthalle Gevelsberg werden Einzel- oder Gruppenausstellungen der Sammlung bzw. Themenausstellungen in wechselnden Präsentationen der Öffentlichkeit gezeigt.

Für junge Künstler, die teilweise erst am Anfang ihrer Karriere standen und stehen oder aber aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten mit den Gepflogenheiten des Kunstmarktes haben, sich ihm teilweise sogar verweigern, sind unkonventionelle, eigenständige Sammler wie Frank Hense wichtige Partner und Förderer bei der Realisierung ihrer künstlerischen Ideen — und das nicht nur in materieller Hinsicht. Künstlern, die sich gleichermaßen ästhetischen und gesellschaftlichen Erwartungen verweigern, die in ihrer Kunst und damit auch in ihrem Leben Mut zum Risiko beweisen; mit ihnen teilt er bedingt ihre Sorgen und fördert sie nach seinen Möglichkeiten. Zugleich ist ihm die Teilnahme am Leben der Künstler ein zeitweiliger Ausstieg aus den eigenen Zwängen technischer Entwicklungen, Marktgesetzen und Konkurrenzfähigkeit.

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Besuch.

Eintritt: 5,00 €
Ermäßigter Eintritt: 3,00 €

Das ermäßigte Eintrittsgeld kann in Anspruch genommen werden von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, Studierenden, Freiwilligendienstleistenden, Arbeitssuchenden mit Leistungen nach ALG I sowie Schwerbehinderten (Grad der Behinderung von mindestens 50) gegen Vorlage der entsprechenden Bescheinigung.